Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

 

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Miriam Pietras, Heilpraktikerin (beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie), Glauburgstraße 95 (nachfolgend „Praxis“), und den Personen, die Leistungen der Praxis in Anspruch nehmen (nachfolgend „Klient:in“). Das gilt für Einzel-, Paar- und Gruppensitzungen, in der Praxis ebenso wie online.

(2) Abweichende Bedingungen der Klient:in gelten nur, wenn die Praxis ihnen ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

§ 2 Leistungen

(1) Die Praxis ist als Heilpraktikerin (beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie) tätig. Gegenstand des Vertrags ist die psychotherapeutische Behandlung im vereinbarten Umfang und Format (Behandlungsvertrag nach § 630a BGB). Die Praxis schuldet das fachgerechte Tätigwerden, nicht einen bestimmten Erfolg. Heilungs- oder Erfolgsversprechen werden nicht gegeben.

(2) Die Praxis ersetzt keine ärztliche oder medizinische Behandlung. Klient:innen sind selbst dafür verantwortlich, bei Bedarf ärztliche Abklärung in Anspruch zu nehmen.

(3) Die Teilnahme erfolgt freiwillig und in Eigenverantwortung. Klient:innen entscheiden jederzeit selbst, worüber sie sprechen und woran sie teilnehmen.

(4) Vor Beginn und im Verlauf der Behandlung klärt die Praxis die Klient:in verständlich über Art, Umfang, Durchführung und voraussichtlichen Verlauf der Behandlung auf. Die Behandlung erfolgt auf Grundlage der Einwilligung der Klient:in, die jederzeit widerrufen werden kann.

§ 3 Vertragsschluss und Termine

(1) Mit der Buchung eines Termins über das Online-Buchungssystem und dem Zugang der Buchungsbestätigung kommt ein Behandlungsvertrag zwischen der Praxis und der Klient:in zustande. Er umfasst die in der Folge vereinbarten Termine. Dasselbe gilt, wenn die Praxis einen per E-Mail, Telefon oder Messenger vereinbarten Termin bestätigt.

(2) Vereinbarte Termine sind verbindlich. Die Praxis reserviert die Termin­zeit ausschließlich für die Klient:in.

§ 4 Honorar und Zahlung

(1) Es gilt das zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website bzw. im Buchungssystem ausgewiesene Honorar. Bei Wahl eines Honorarsatzes innerhalb der angebotenen Honorarspanne (Sliding Scale) gilt der bei der Buchung gewählte Satz als vereinbartes Honorar. Die Auswahl erfolgt nach eigenem Ermessen, Nachweise o.Ä. werden nicht verlangt.

(2) Das Honorar ist bei Buchung fällig und wird über das Buchungssystem per Online-Zahlung entrichtet.

(3) Die Rechnung wird auf Anfrage elektronisch per E-Mail zugestellt. Hinweis zur Umsatzsteuer: Leistungen sind gemäß § 4 Nr. 14 UStG von der Umsatzsteuer befreit.

(4) Als Heilpraktikerin rechnet die Praxis nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Die Klient:in ist selbst Zahlungspflichtige. Ob und in welchem Umfang private Krankenversicherungen, Zusatzversicherungen oder Beihilfestellen die Kosten erstatten, ist nicht gesichert. Die Klient:in klärt dies bitte vor Behandlungsbeginn selbst mit dem jeweiligen Kostenträger.

§ 5 Absage und Verschiebung von Terminen

(1) Termine können bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Beginn kostenfrei über die Bestätigungs-E-Mail (oder per Kontaktformular/ E-Mail) abgesagt oder verschoben werden.

(2) Bei rechtzeitiger Absage wird ein bereits gezahltes Honorar vollständig erstattet, und zwar auf demselben Zahlungsweg, mit dem bezahlt wurde. Bei rechtzeitiger Verschiebung wird das bereits gezahlte Honorar auf den neuen Termin übertragen.

(3) Absagen und Verschiebungen erfolgen über den Link in der Buchungsbestätigung oder per E-Mail an [E-Mail-Adresse]. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, zu dem die Mitteilung bei der Praxis eingeht. Eine Nachricht, die erst nach Fristablauf eingeht, gilt als nicht rechtzeitig.

§ 6 Ausfallhonorar

(1) Wird ein Termin weniger als 48 Stunden vor dem vereinbarten Beginn abgesagt oder verschoben, oder erscheint die Klient:in nicht, bleibt der Anspruch der Praxis auf das vollständige vereinbarte Honorar bestehen (Vergütung bei Annahmeverzug nach § 615 BGB). Bereits gezahltes Honorar kann in diesem Fall nicht erstattet und nicht auf einen anderen Termin übertragen werden.

(2) Die Praxis muss sich anrechnen lassen, was sie infolge des Ausfalls an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung der Zeit erwirbt. Der Klient:in bleibt es unbenommen, nachzuweisen, dass der Praxis ein Ausfall nicht oder nur in geringerem Umfang entstanden ist.

(3) Absagen, die die Praxis zu vertreten hat (z. B. krankheitsbedingter Ausfall der Therapeutin), lösen kein Ausfallhonorar aus. Bereits gezahltes Honorar wird erstattet oder auf einen Ersatztermin übertragen, wie es die Klient:in wählt.

§ 7 Verspätung

Erscheint die Klient:in verspätet, verkürzt sich die Sitzung entsprechend. Sie endet zur vereinbarten Zeit, das volle Honorar bleibt geschuldet. Bei Online-Sitzungen gilt das ab dem vereinbarten Beginn, sofern die Praxis erreichbar war.

§ 8 Online-Sitzungen

(1) Online-Sitzungen finden über einen von der Praxis benannten Videodienst statt. Die Klient:in sorgt für eine stabile Internetverbindung, ein geeignetes Gerät und einen ungestörten Ort.

(2) Fällt eine Sitzung aus technischen Gründen aus, die im Verantwortungsbereich der Praxis liegen, wird ein Ersatztermin angeboten oder das Honorar erstattet. Liegt die Ursache im Verantwortungsbereich der Klient:in, gilt § 6.

(3) Ton-, Bild- und sonstige Aufzeichnungen von Sitzungen sind beiden Seiten ohne vorherige ausdrückliche schriftliche Zustimmung untersagt.

§ 9 Schweigepflicht und Datenschutz

(1) Die Praxis behandelt alle Informationen aus der Zusammenarbeit vertraulich. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Klient:in oder wenn die Praxis gesetzlich dazu verpflichtet oder berechtigt ist.

(2) Personenbezogene Daten werden nach den Vorgaben der DSGVO verarbeitet. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

(3) Zur Terminverwaltung, Zahlungsabwicklung und Buchhaltung setzt die Praxis Dienstleister ein, mit denen Auftragsverarbeitungsverträge bestehen.

(4) Im Rahmen der Behandlung werden Gesundheitsdaten (besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO) verarbeitet. Die Verarbeitung beruht auf der ausdrücklichen Einwilligung der Klient:in, die jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden kann. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.

§ 10 Notfälle

Die Praxis ist kein Notdienst und nicht durchgehend erreichbar. In akuten Krisen oder bei Selbst- oder Fremdgefährdung wenden sich Klient:innen bitte an den Notruf 112, die ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 bzw. 0800 111 0 222.

§ 11 Haftung

(1) Die Praxis haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Klient:in regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(3) Für Gegenstände, die in die Praxisräume mitgebracht werden, wird keine Haftung übernommen, soweit nicht Absatz 1 greift.

§ 12 Dokumentation und Einsichtnahme

(1) Die Praxis dokumentiert die Behandlung in einer digitalen Patientenakte und bewahrt diese zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung auf, soweit keine längere gesetzliche Aufbewahrungsfrist besteht.

(2) Die Klient:in hat das Recht, ihre Patientenakte einzusehen und Abschriften zu erhalten (§ 630g BGB). Die Einsicht kann nur aus erheblichen therapeutischen oder sonstigen erheblichen Gründen verweigert werden.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbraucher:innen gilt dies nur, soweit dadurch nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates entzogen werden, in dem die Klient:in ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(3) Änderungen dieser AGB gelten nur für künftig geschlossene Verträge. Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt der Buchung veröffentlichte Fassung.